Kindertagesstätten in Berlin

KIEZMOTTE

Newsletter der Kinder im Kiez GmbH vom 06.08.2019


Was Sie schon immer über Kita wissen wollten

Geglückte Sportfest-Premiere

Haus im Wandel

Gurkenkaltschale

Neuer Garten

Erfolgreich evaluiert

Jubiläum


Was sie schon immer über kita wissen wollten

Herzlich willkommen zum neuen Kitajahr und zur aktuellen Kiezmotte. Für viele Kinder und Eltern beginnt in diesen Wochen mit dem Besuch einer unserer Kitas ein neuer Lebensabschnitt. Eine Antwort, die viele Eltern in der Eingewöhnungsphase bewegt, lesen Sie in dieser Rubrik. Einen Erklärfilm zu diesem Thema finden Sie auf unserer website. Sollten Sie selbst Fragen haben, schicken Sie diese uns gern an: redaktion@kiezmotte.de.

 

Ist es schlimm, wenn mein Kind weint, sobald ich die Kita verlasse? Nachgefragt bei Julia Nickel, Teamleiterin Krippe aus der Kita Bärenkinder. Generell ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Kind im Laufe der Eingewöhnung weint. Kinder kommunizieren so wie alle Menschen auf unterschiedliche Arten. Das Weinen ist neben dem Sprechen, der Mimik und Gestik auch eine Form der Kommunikation. Kinder zeigen uns so ihre Bedürfnisse und Emotionen. Auch aus physiologischer Sicht hat das Weinen für ein Kind eine bedeutende Funktion: Zur Verarbeitung emotionaler Eindrücke reagiert der Körper in Trennungssituationen mit Weinen als Schutzreaktion, die dem  Stress- und Spannungsabbau dient.  Unsere Aufgabe als pädagogische Fachkräfte ist es, jedes Kind mit seinen Bedürfnissen und Emotionen ernst zu nehmen und es da abzuholen, wo es steht. Seien Sie sich darüber bewusst, dass Ihr Kind sich oftmals nur soweit auf die neue Situation einlassen kann, wie Sie selbst es können. Ihr Kind spiegelt Ihr Verhalten und Ihre Emotionen. Vertrauen Sie also den Pädagogen und deren Professionalität, damit Ihr Kind auch Vertrauen aufbauen kann!


Geglückte Sportfest-Premiere

Franziska Wollgast ist seit September 2016 Mitarbeiterin in Ausbildung in der Kita Heidekampweg. Ende des Jahres wird die Quereinsteigerin ihre Ausbildung an unserer Fachschule Pädalogik abschließen. Ein Highlight war die Organisation eines Sportfestes in der Kita erzählt die 33-jährige im Interview.

 

Frau Wollgast, als Quereinsteigerin haben sie vorher im Einzelhandel gearbeitet. Warum sind Sie in den pädagogischen Bereich gewechselt? Ich wollte schon immer gern mit Kindern arbeiten und habe mich mehrmals bei Kinder im Kiez beworben. Mit der letzten Bewerbung hatte ich dann Erfolg. Die hatte ich nämlich gebastelt, damit sie heraussticht und bekam endlich meine Stelle in der Kita Heidekampweg. Auch nach der Ausbildung würde ich gerne hierbleiben, weil ich das Konzept der Altersmischung sehr schön und spannend finde – für die Kinder und für mich als Erzieherin.

 

Spannend war auch das Sportfest, das Sie organisiert haben. Im Rahmen der Ausbildung gehört es dazu, ein Fest zu planen. Weil viele Sommerfeste in den Kitas schon festgelegt waren, haben wir uns in der Klasse für die Organisation eines Sportfests entschieden. Wir hatten drei Einrichtungen zur Auswahl, bei der Abstimmung hat die Kita Heidekampweg die meisten Stimmen bekommen. Alle Kinder von 1-6 Jahren konnten daran teilnehmen. Es gab einen Hindernis- und Dreibeinlauf, Dosenwerfen, Sackhüpfen, Fische angeln, eine Seifenblasendisko und eine Ausruhstation mit Obst und Getränken. An jeder Station haben 2-3 von uns die Kinder unterstützt und betreut.

 

Wird es das Sportfest nächstes Jahr wieder geben? Die Resonanz war großartig. Trotz Regenwetter, weshalb wir alle Stationen drinnen aufgebaut hatten. Es gab kein Gedrängel, jedes Kind konnte seine Station ganz in Ruhe machen. Nach zwei Stunden gab es eine Urkundenverleihung und die Küche hatte Wassereis vorbereitet. Hinterher haben wir das Sportfest zusammen mit den Kindern nachbereitet und eine Fotodokumentation erstellt. Sie haben gleich gefragt, ob wir das noch mal machen. Wenn die Kinder das wünschen, wird es das Sportfest auch im nächsten Jahr geben.


Haus im Wandel

Kita Kinderträume: Ortstermin mit Kitaleiterin Petra Lüdicke und Geschäftsführer Christian Hubert. Nach vierjähriger Bauzeit ist die 1,2 Millionen Euro teure Sanierung der Kita abgeschlossen. Nicht nur das Haus hat sich verändert, auch das Team und der Kiez haben sich gewandelt.

 

Ein sonniger Morgen in der Karl-Vesper-Straße, der wenige Meter entfernt vorbeirauschende Großstadtverkehr wird von den umliegenden Wohnhäusern geschluckt. Im großen Garten spielen die Kinder, Bäume spenden Schatten und ein Hase hoppelt über den Rasen. Eine grüne Oase mitten in Berlin. 1963 wurde das Haus in typischer DDR Modulbauweise errichtet, seitdem hat sich viel verändert. In den letzten vier Jahren wurde es vom Dach über die Fassade bis hin zum Keller komplett modernisiert. »Als Erstes wurden die Waschräume aus den 60er-Jahren neben dem Kitaeingang saniert. Neue Wände wurden eingezogen, denn davor stand man nicht nur im Flur, sondern gleichzeitig mitten im Waschraum«, erzählt Petra Lüdicke beim Rundgang. Der eingebaute Schallschutz in den Räumen macht das Haus insgesamt ruhiger, eine Wohltat für die Kinder und das Team. Dimmbare Lampen im neu eingerichteten Sportraum im Keller und in den Gruppenräumen schaffen besonders im Winter eine freundliche Atmosphäre. Das Mobiliar wurde komplett ausgewechselt, vieles ganz entfernt für mehr Klarheit und Platz. Orangefarbene Schilder an den Wänden bieten identitätsstiftende Orientierung. »Das macht auch was mit den Kollegen, die sich ja wohlfühlen sollen«, sagt Petra Lüdicke lächelnd, die froh ist über die Verbesserungen. An alte Zeiten erinnern im Garten nur noch der frisch gestrichene Spielpilz und die Tierskulpturen aus Stein.

 

Die umfassende Sanierung ist der außergewöhnlich partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Bezirk Lichtenberg zu verdanken. »Ein Glücksfall, denn durch die Unterstützung des Jugendamtes erhielten wir für die Sanierung über 350.000 Euro Fördergeld«, berichtet Geschäftsführer Christian Hubert, der begeistert ist vom Ergebnis: »Die Arbeit hat sich gelohnt«. Der Wandel findet auf allen Ebenen statt: Durch das neue Wohnviertel nebenan sind viele junge Familien hergezogen, weshalb nun mehr Kinder unter drei Jahren die Kita besuchen. Da das deutlich verjüngte Team sich bewusst für die große Altersmischung in den drei offenen Gruppenbereichen entschieden hat, nimmt es die Herausforderung gerne an.

 

Junges Team, neue Kitaleitung

Zum Ende des Jahres wird Petra Lüdicke in Rente gehen. Die langjährige Leiterin hinterlässt eine Kita in exzellentem Zustand. Die kürzlich durchgeführte externe Evaluation schloss mit einer ungewöhnlich guten Bewertung in allen Bereichen ab. »Das haben wir dem Team und Petra Lüdicke zu verdanken, die dieses Haus 20 Jahre lang mit ruhiger Hand geleitet hat, deshalb schmerzt der Abschied«, sagt Christian Hubert mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Für die Zukunft ist nämlich vorgesorgt: Ab Januar 2020 wird Stefanie Leuschner, selbst langjährige Erzieherin in dieser Kita und bereits vor Ihrer Elternzeit in der Funktion der Stellvertreterin, die Leitung von Petra Lüdicke übernehmen.


Gurkenkaltschale

Erfrischend, lecker und gesund: Der Rezepttipp von unserem Koch Maximilian Krutta aus der Kita Lichtenzwerge ist genau das richtige für heiße Sommertage. Zutaten für 4 Personen:

 

1 Salatgurke

150g Naturjoghurt

1 TL Rapsöl

1 Knoblauchzehe

3 Zweige Dill

Apfelessig

Salz

Pfeffer

    

Zuerst die Salatgurke schälen, grob schneiden und in eine Schüssel geben. Die Knoblauchzehe und den Dill hacken, den Joghurt, Rapsöl und einen Schuss Apfelessig dazu geben und mit den Gurken verrühren. Alles mit dem Pürierstab zu einer Créme verarbeiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren im Kühlschrank noch mal gut durchkühlen lassen. Tipp für extra heiße Tage: Vor der Schlemmerei 30 min ins Tiefkühlfach.


Neuer Garten

Neben der umfassenden Sanierung des Innen- und Außenbereichs wurde auch der Garten der Kita Kiezspatzen umgestaltet. Neue Beete und ein Hochbeet wurden angelegt und ein Atrium lädt die Kinder zum Ausruhen, Hinsetzen und Erzählen ein. Austoben können sie sich beim Sand schippen im Buddelkasten, klettern auf dem Holzspielgerät oder arbeiten auf der überdachten Bewegungsbaustelle. Gefördert wurde die Sanierung des Außenbereichs mit Mitteln des Programms Stadtumbau Ost.


Erfolgreich evaluiert

Wir gratulieren den Kitas Kinderträume, Rheinsberger Straße und Wolkenreise zur erfolgreichen Externen Evaluation mit dem Evaluationssystem KiQu. Die guten Ergebnisse der Evaluation sind Motivation für

die Teams und von der guten Arbeit profitieren die Kinder jeden Tag.


Jubiläum

Mit einem Kinderfest mit allen Familien und Ehemaligen feiert die Kita Französische Straße in Mitte am 4. September ihr 30-jähriges Jubiläum. Herzlichen Glückwunsch!


IMPRESSUM

Herausgeber: Kinder im Kiez GmbH, Geschäftsführer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin, www.kinder-im-kiez.de, Telefon: 030. 347476161, Redaktion und Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@kinder-im-kiez.de, Fotos: Lena Giovanazzi


Kiezmotte Archiv

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