Kindertagesstätten in Berlin

 

Kiezmotte

Newsletter der Kinder im Kiez GmbH vom 01.08.2018


 

Infoportal

Danke für die Spenden

Wir stellen vor: Kita Bärenkinder

Leitungsteam mit Schnittstellenkompetenz

Eingewöhnung als emotionaler Prozess

Backtipp: Einfaches Quarkbrot ohne Hefe

 


 

Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen und Freunde,

wir freuen uns, mit Ihnen in das neue Kitajahr zu starten und heißen Sie herzlich willkommen zur aktuellen Kiezmotte. Für alle Kinder und Eltern, die neu in unsere Kitas kommen, ist die Eingewöhnung in die ungewohnte Umgebung eine besondere und aufregende Zeit. Welche Bedeutung diese sensible Phase für alle Beteiligte hat, darüber erfahren Sie mehr in dieser Ausgabe. Zusätzlich informiert Sie ein Film auf unserer Website www.kinder-im-kiez.de darüber, wie die Eingewöhnung bei Kinder im Kiez funktioniert. Die Kita Bärenkinder ist mit 275 Kindern eine unserer größten Kitas. Wir berichten, wie dies die Zusammenarbeit zwischen Kitaleitung und Mitarbeiter/-innen verändert hat. Unser Backtipp kommt diesmal von den Vorschulkindern aus der Kita Heidekampweg. Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen Karsten Tamm, Geschäftsführer der Kinder im Kiez GmbH


 

Infoportal

Wie funktioniert Kita? Unter der Webadresse www.meine-kita-in-berlin.de erhalten alle Interessenten einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit mit regelmäßigen Informationen, Anregungen und Ideen aus unserer täglichen Praxis. Außerdem veröffentlichen wir auf »Meine Kita in Berlin« Stellenangebote in unseren Einrichtungen, Chancen für Erzieherinnen und Erzieher und alle, die es werden wollen, Praktikumsplätze und vieles mehr. Das Informationsangebot ist ein gemeinsames Infoportal von Orte für Kinder und Kinder im Kiez.


 

Danke für Die spenden

Kita Afrikanische Straße

Dank der Unterstützung von »Bild hilft« konnte in der Kita Afrikanische Straße ein neues Krippenspielgerät angeschafft werden. Hier können die Jüngsten jetzt ungestört rutschen, klettern und spielen.

 

Kita Wolkenreise

Die Sandkuchensaison ist eröffnet. Eltern und Firmen ermöglichten der Kita Wolkenreise mit ihren Spenden eine Gartenküche unter freiem Himmel für Spaß und Spiel. Dankeschön!


 

Wir stellen vor:

Kita Bärenkinder

Die Kita Bärenkinder in Lichtenberg gehört seit 2005 zu Kinder im Kiez. Damals kamen viele junge Kollegen/innen zu uns, weshalb das Kitateam zu den jüngsten bei Kinder im Kiez gehört. Seit 2006 haben Janet Koch und Jeanette Christoph als konstantes Leitungsduo viele Veränderungen mitgestaltet. Gestartet mit 180 Kindern, erhöhte sich die Anzahl auf 275, als im September 2013 ein moderner Erweiterungsbau mit vier Gruppenbereichen für jeweils 25 Krippenkinder eröffnet wurde. Seitdem werden die Kinder bis zum dritten Lebensjahr in Nestgruppen und anschließend in altersgemischten Gruppen betreut. »Die Vergrößerung hat uns auch als Leitungsteam verändert. Für einen guten Austausch mit den Kollegen/innen in den Bereichen, entstand die Idee, mit Teamleitern zu arbeiten. Zusammen mit der Kita Ribbecker Straße ist das einzigartig in Berlin«, berichtet Janet Koch. Durch den Erweiterungsbau wurde Platz geschaffen für einen Sportraum, eine Kinderküche, eine Kreativwerkstatt und einen Raum für Psychomotorik. Aktuell gibt es die Idee für ein Kinderrestaurant, angeregt durch Kollegen/innen, die sich Gruppen übergreifend intensiv mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftigen. Um die interne Kommunikation zu vereinfachen, hat das Leitungsteam ein Kita ABC erfunden, das alle wichtigen Aspekte des Kitaalltags schriftlich festhält und inzwischen auch für alle unsere Kitas eingeführt wurde. »Jetzt hat jede Kita von Kinder im Kiez ein Kita ABC«, sagt Janet Koch ein wenig stolz. Momentan ist das große Thema die laufende Eingewöhnung in den Nestbereichen oder die Umgewöhnung vom Nestbereich in die Altersmischung. Ein Prozess, der bis Oktober dauern wird.


 

Leitungsteam mit Schnittstellenkompetenz

In der Kita Bärenkinder unterstützen drei Teamleiterinnen die Kitaleitung bei der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit.

 

Seit April 2018 arbeiten die Erzieherinnen Mandy Hanfler (links im Bild) und Katharina Schau als Leitungsteam zusammen, eine dritte Stelle soll zeitnah besetzt werden. In der täglichen pädagogischen Arbeit wird das Leitungsteam von der Kitaleiterin Janet Koch begleitet, die gemeinsam mit Jeanette Christoph die Kita Bärenkinder managt. Mit 275 Kindern ist sie eine der größten Kitas von Kinder im Kiez. »Da wir als Leitung nicht mehr in den Gruppen arbeiten, aber natürlich mit den Kollegen/innen im Kontakt bleiben wollen, sind die Teamleiterinnen sehr wichtig. Sie sind die Schnittstelle zwischen pädagogischer Praxis und Kitamanagement«, so Janet Koch.

Jede Teamleiterin ist für 3-4 Bereiche mit 25 Kindern und 3-5 Kollegen verantwortlich. Ihre Aufgabe ist es, die Qualität der pädagogischen Arbeit weiterzuentwickeln und das Berliner Bildungsprogramm, Evaluationsergebnisse und die Trägerstandards umzusetzen. Dafür nutzen sie ein Viertel ihrer Arbeitsstunden und arbeiten wie die Kollegen/innen den Rest der Zeit mit den Kindern. Aufgrund der vielfältigen Aufgabenbereiche wird das Leitungsteam zudem durch Schulungen und persönliches Coaching vom Träger unterstützt.

Neue Beratungsstrukturen wurden entwickelt. Dienstberatungen führen die Teamleiterinnen mit ihren Bereichen eigenständig einmal im Monat durch. Zusätzlich findet alle zwei Monate eine pädagogische Beratung zu bereichsübergreifenden Themen statt, wodurch sich die Teams mischen und besser kennenlernen. Und einmal wöchentlich besprechen Kitaleitung und Teamleiterinnen aktuelle Themen und schauen gemeinsam, in welche Richtung sich das Haus entwickelt.


 

Eingewöhnung als emotionaler Prozess

Die Diplom Sozialpädagogin Kerstin Volgmann ist Fortbildnerin und Supervisorin und leitet seit 2011 bei Kinder im Kiez die Fach AG Frühkindliche Bildung. Wir sprachen mit ihr über den sensiblen Prozess der Eingewöhnung.

 

Frau Volgmann, welche Bedeutung hat der Übergang in die Kita für die frühkindliche Entwicklung eines Kindes?

Die Übergangstheorie sagt, dass das Kind in dieser Phase auf verschiedenen Ebenen Änderungen erlebt, nämlich auf der Individualebene, auf der kontextuellen Ebene und der Beziehungsebene. Diese Ebenen müssen bei der Eingewöhnung berücksichtigt werden. Wie das Kind erleben auch die Eltern viele Veränderungen. Sie werden Eltern eines Kitakindes, sie müssen andere Beziehungen aufbauen und auch der Kontext verändert sich, da der Sozialraum Kita neu für sie ist. Das sind enorme Herausforderungen für die Familie und können Chancen aber auch Risiken für das Kind bedeuten. Deshalb ist die Eingewöhnung seit langem ein bedeutendes Thema auch für die Forschung.

 

Welche pädagogischen Konzepte gibt es für den Prozess der Eingewöhnung? Worin unterscheiden sie sich?

Das Berliner Modell orientiert sich an der Bindungstheorie, die besagt, dass Kinder eine starke Bindung an eine Bezugsperson brauchen. Erst wenn der Bindungsaufbau abgeschlossen ist, z.B. wenn sich das Kind trösten lässt, erfährt es Verlässlichkeit und Schutz. Die Erzieherin ist dabei die Akteurin beim Aufbau der Beziehung. Im Münchner Modell ist das Kind stärker Akteur und bestimmt, was es kann und will. Anders als beim Berliner Modell findet eine Trennung von den Eltern nicht schon nach vier Tagen statt, sondern erst nach zwei Wochen. Die Eltern werden mehr in den Vertrauensbildungsprozess eingebunden.

 

Was bedeutet der Prozess der Eingewöhnung für die Erzieher/-in? Die Erzieher/-in ist sehr gefragt in den ersten Tagen und in einer hohen emotionalen Anspannung. Wie wird das Kind reagieren? Wird sie/er als Vertrauensperson angenommen oder nicht? Die Eingewöhnung ist ein individueller, hochemotionaler Prozess, der bei jedem einzelnen Kind anders und neu ist. Für die Erzieher/-innen ist es ein komplexes Unterfangen und eine enorme Leistung, alle Menschen, die daran beteiligt sind, mitzunehmen.

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Eingewöhnung für alle Beteiligte gelingt? Es gibt viele Einflussfaktoren und die Rahmenbedingungen sind sehr unterschiedlich in den Einrichtungen. Deshalb ist es schon ein Kunststück, eine gute Eingewöhnung zu gestalten, da selten alles perfekt sein kann. Wichtig ist die Qualität der Interaktion und das Bewusstsein der Erzieher/-in für die Prozesse, die während der Eingewöhnung stattfinden und deren Bedeutung für das Kind. Die Forschung sagt, dass wir keine Erinnerung an die ersten drei Jahre unseres Lebens haben. Wir können nicht bewusst abrufen, wie es uns ergangen ist, da dies im Unterbewusstsein abgespeichert ist. Um sich dessen bewusster zu werden, braucht es Begleitung und dafür ist die Supervision gerade im Krippenbereich und insbesondere bei der Eingewöhnung ein wichtiger Qualitätsstandard.


 

Backtipp:

Vom Korn zum Brot

Einfaches Quarkbrot ohne Hefe

Wo kommt das Getreide her? Wie wird es gemahlen? Welche Brotsorten gibt es? Antworten auf diese Fragen erhielten Vorschulkinder aus der Kita Heidekampweg bei einem Tagesausflug in die Backstube der Firma Märkisches Landbrot. Sie stellten eigenhändig Haferflocken und Mehl her und konnten anschaulich alle Schritte miterleben, bis das fertige Brot aus dem Ofen kam. Bei ihrer Rückkehr in die Kita brachten sie für alle Brot zum Probieren mit.

 

So wird’s gemacht:

250g Magerquark

250g Dinkelmehl oder Weizenmehl

etwas Salz

1 Ei

1 Päckchen Backpulver

Leinsamenschrot

Sonnenblumenkerne

Kürbiskerne

Haferflocken

 

Alle Zutaten miteinander vermengen und in eine gefettete Brotkastenform füllen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und ca. 40 Minuten backen.

Guten Appetit wünschen die Vorschulkinder aus der Bienengruppe der Kita Heidekampweg!


 

IMPRESSUM

Herausgeber: Kinder im Kiez GmbH, Geschäftsführer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin, www.kinder-im-kiez.de, Telefon: 030. 347476161, Redaktion und Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@kinder-im-kiez.de, Fotos: Lena Giovanazzi


 

Kiezmotte Archiv

 


 

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