Kindertagesstätten in Berlin

KIEZMOTTE

Newsletter der Kinder im Kiez GmbH vom 09.04.2019


Was Sie schon immer über Kita wissen wollten

Wenn man will, dann schafft man es auch!

Experiment Lernwerkstatt

Praktische Tipps für Eltern

Osterbastelei

3faches Jubiläum

Aktueller Erklärfilm


 

Was sie schon immer über Kita wissen wollten

Herzlich willkommen zur aktuellen Kiezmotte, die mit einer neuen Rubrik in die frische Jahreszeit startet. Was Sie schon immer über Kita wissen wollten: Eltern fragen – wir antworten! Im Trubel des Kitalltags fehlt oft die Zeit, sich über Kindererziehung und das Leben und Lernen in der Kita auszutauschen. Schicken Sie uns Ihre Fragen an redaktion@kinder-im-kiez.de, die wir zukünftig an dieser Stelle beantworten werden.

 

Erste Frage: Was machen die Erzieher/-innen, wenn die Kinder schlafen? Nachgefragt bei Kitaleiterin Petra Lüdicke aus der Kita Kinderträume. Im Laufe der Jahre haben wir Strukturen und Abläufe während der Ruhephase der Kinder zwischen 12 und 14 Uhr entwickelt, die sich bewährt haben. Zum Beispiel gibt es an drei Tagen in der Woche für jeden Gruppenbereich die Möglichkeit, sich in einer kleinen Teamsitzung zu beraten. In dieser Zeit übernehmen dann Kolleg/-innen aus anderen Bereichen die Schlafwache. An den übrigen Tagen sprechen sie sich untereinander ab, damit sie sich während der Schlafenszeit mit anderen Dingen wie dem Portfolio, den Bildungs- und Lerngeschichten oder der Vorbereitung eines Elterngesprächs beschäftigen können. Die Ruhezeit wird nicht von allen Kindern ausgenutzt. Die Großen ruhen nur eine halbe Stunde und dürfen dann wieder aufstehen. Entweder wird mit den Kindern am aktuellen Projekt weitergearbeitet oder sie werden von den Pädagog/-innen mit altersgerechten Angeboten begleitet. Pausen machen die Erzieher/-innen natürlich auch in dieser Zeit nach Absprache mit den Kolleg/-innen. So sind die zwei Stunden gut ausgefüllt.


 

Wenn man will, dann schafft man es auch!

Die Karriere der stellvertretenden Kitaleiterin der Kita Phantasialand Antje Fleuti hat vor zehn Jahren begonnen. Als Teilnehmerin des ersten Ausbildungsjahrgangs unserer Fachschule Pädalogik startete sie 2009 mit der berufsbegleitenden Ausbildung.

 

Frau Fleuti, neben der Weiterbildung zur Facherzieherin für Sprache und Mentorin haben Sie berufsbegleitend den Fachwirt in Erziehungswesen gemacht und 2017 abgeschlossen. Wie haben Sie das geschafft? Weil es dieses Ausbildungsangebot in Berlin nicht gibt, habe ich mich ein Jahr lang alle 14 Tage freitags in den Zug nach Bochum gesetzt. Der Träger hat dies durch Bildungsurlaub ermöglicht und indem ich den Freitag durch Überstundenabbau frei machen konnte. Nach dem Ende der Ausbildung habe ich mich bei der Bereichsleitung vorgestellt und mein Interesse an einer Leitungsposition deutlich gemacht. Noch am selben Tag habe ich einen Rückruf bekommen. Zuerst hat es mit einer stellvertretenden Leitung bei Orte für Kinder geklappt. Wegen der Wohnortnähe habe ich mich dann letzten Herbst als stellvertretende Leitung in der Kita Phantasialand beworben.

 

Sie arbeiten Vollzeit und haben zwei Kinder. Wie können Sie Ihren Leitungsjob mit der Familie vereinbaren? Neben der Förderung durch den Träger habe ich ein tolles soziales Netzwerk, das mich unterstützt. Entscheidend ist der Wille, sich beruflich weiterzuentwickeln. Dann schafft man das auch. Die Möglichkeit, bei Kinder im Kiez durch die Vielzahl an Kitas in unterschiedlichen Bezirken auch in der Nähe des Wohnortes zu arbeiten, macht zusätzlich vieles einfacher.

Warum fühlen Sie sich bei Kinder im Kiez gut aufgehoben? Aufgrund der vielen Qualitätsstandards, die mir schon bei der Ausbildung geholfen haben, mich zu orientieren. Das ist ein Vorteil, denn man kann ohne Probleme wechseln und sich darauf verlassen, dass in allen Häusern nach den Standards gearbeitet wird. Das gibt Sicherheit. Der Betriebsrat hat seit seiner Entstehung viele positive Veränderungen für die Mitarbeiter erwirkt. Die regelmäßigen Massagen, der Gehörschutz, die Erzieherstühle, Wickelkommoden mit Treppe usw. sind eine tolle Sache. Was mir auch gut gefällt, ist die pädagogische Arbeit mit den Bildungs- und Lerngeschichten und die Möglichkeit, sich durch Fortbildungen beruflich weiterzuentwickeln.


 

Experiment Lernwerkstatt

Aufgaben selbstständig lösen und Talente entdecken: In der Kita Sonnenkäfer bereiten sich die Vorschulkinder in der neu eingerichteten Lernwerkstatt auf die Schule vor.

 

Früh um acht trifft sich an diesem Frühlingsmorgen die Arbeitsgruppe Lernwerkstatt. Ein großer heller Raum mit Regalen voller Boxen mit Materialien und Aufgaben zu den Themenbereichen Mathe, Schrift, Bewegung, Experimentieren und Forschen. Leises Stimmengewirr erfüllt den Raum. Neun Erzieherinnen tauschen Erfahrungen aus, geben Tipps, sortieren Materialien und probieren Experimente aus. Wie für die Kinder ist auch für sie vieles neu. »Es ist ein kreativer Prozess. Viele Aufgaben und Materialien entwickeln wir selbst, auch die Arbeitsblätter sind auf die Altersgruppe zugeschnitten«, berichtet Erzieherin Kerstin Peglau. Die Idee entstand letztes Jahr, um die Maxis – wie hier die Vorschulkinder heißen – noch konzen-trierter auf die Schule vorzubereiten. »Als Schnittstelle von Kita und Schule kombiniert die Lernwerkstatt Lust und Pflicht miteinander. Hier können sich die Kinder eine Aufgabe frei aussuchen und lernen, dranzubleiben und sie selbstständig zu lösen«.

 

Heute sind die Maxis Levke, Jonas, Colin, Viktor, Adina, Mia und Leefke aus den Gruppen Laubfrosch und Schwalbe dran. Ein wenig schüchtern betreten sie den Raum und lauschen den Erzieherinnen Marie und Sandra. Jeden Monat gibt es eine Aufgabe, die die Gruppe gemeinsam lösen muss. Im März lautet sie, einen Namen für ihre Lernzeitgruppe zu finden und ein Namensschild zu basteln. Mit Unterstützung der Erzieherinnen machen sich die Kinder an die Arbeit. Zu allen Fragen wird ein Brainstorming gemacht und abgestimmt: Was brauchen wir für Materialien? Wie soll das Schild aussehen? Was müssen wir als erstes tun? Wer möchte was machen? Wie soll unsere Gruppe heißen?

 

In der Teamarbeit sind die Rollen unterschiedlich verteilt. Jonas meldet sich oft und steuert Ideen bei, dagegen ist Levke neben ihm still und hört zu. Viktor hat die Zeit im Blick und mahnt zur Eile, wenn ein Arbeitsschritt zu lange dauert. Bei den Abstimmungen sind alle mit Eifer dabei. Währenddessen begleitet Erzieherin Sandra die Kinder mit Fragen und Vorschlägen. Ihre Kollegin dokumentiert den Gruppenprozess. »In der Lernwerkstatt kommen die Kinder mit Gleichaltrigen in einer kleinen homogenen Gruppe zusammen. Dabei rücken andere Eigenschaften in den Vordergrund als in der altersgemischten Gruppe«, beobachtet Sandra. Ihre Beobachtungen fließen in die Bildungs- und Lerngeschichten und das Portfolio jeden Kindes ein. Die Stunde in der Lernwerkstatt ist vorbei. Das Schild ist fertig. Auf einem Rechteck aus blauer Pappe haben die Kinder farbige Holzkugeln, Federn und Girlanden geklebt und gemeinschaftlich ihren Namen geschrieben. Die Gruppe Schwalbenfrosch kann stolz auf sich sein.


 

Praktische Tipps für Eltern

Gespräche mit den Erzieher/-innen über die individuelle Lernentwicklung ihres Kindes geben Eltern Orientierung und Anregungen, wie sie es in der Übergangsphase unterstützen können. Eltern können die Vorfreude auf die Schule stärken, indem sie gemeinsam mit ihrem Kind die Federtasche, den Schulranzen und die Schulmaterialien aussuchen. In Gesprächen mit ihrem Kind können Eltern erfahren, was es in der Kita gelernt hat, was ihm besonders großen Spaß macht und was es alles in der Schule lernen möchte.


 

Osterbastelei

Unsere Idee für den österlich geschmückten Frühstückstisch: Basteln Sie gemeinsam mit der ganzen Familie lustigen Eierschmuck. Einer malt aus, einer schneidet aus und der dritte passt die Banderole ans Frühstücksei an. Einfach an den markierten Stellen einschneiden, zusammenstecken und das Ei hineinsetzen.

Die Vorlage finden Sie hier...


 

3faches Jubiläum

Wir freuen uns über 3 x 2 Jahrzehnte pädagogische Arbeit mit Feingefühl und Fachkompetenz: Die Kitas Petitweg, Zauberstein und Kreuzgraben in Pankow feiern ihr 20-jähriges Bestehen. Das Team der Kita Petitweg veranstaltete schon im vergangenen Dezember einen großen Weihnachtsbasar. In der Kita Zauberstein wurde im April mit Kinderkarussell und zahlreichen Aktionen für viel Spaß und Spiel gefeiert. Im Herbst ist dann der nächste Jahrestag dran: In der Kita Kreuzgraben findet im September ein großes Fest für Kinder statt. Wir freuen uns mit den Teams und gratulieren herzlich zum 20-jährigen Bestehen!


 

Aktueller Erklärfilm

Unser Ziel ist die tägliche Versorgung der Kinder mit einem gesunden und frischen Speisenangebot in allen Kitas. Was das konkret heißt, wie uns dies gelingt und warum gesunde Ernährung auch ein pädagogisches Thema ist, erklärt ein neuer Film auf unserer Website.

Film ansehen


 

IMPRESSUM

Herausgeber: Kinder im Kiez GmbH, Geschäftsführer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin, www.kinder-im-kiez.de, Telefon: 030. 347476161, Redaktion und Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@kinder-im-kiez.de, Fotos: Lena Giovanazzi


 

Kiezmotte Archiv


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