Kindertagesstätten in Berlin

KIEZMOTTE

Newsletter der Kinder im Kiez GmbH vom 01.08.2017


 

Erfolgreiche Evaluation

Spielpilzreparatur dank Kooperation

Die Welt entdecken

Spielspaß im Baumhaus

Verbesserte Arbeitsbedingungen

Glückwunsch zum Jubiläum

Was uns gefällt: Medientipp

 


 

Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen und Freunde,

herzlich willkommen zum neuen Kitajahr! Ganz besonders begrüßen wir alle neuen Kitakinder, denen wir einen sanften Übergang in diese aufregende Lebensphase wünschen. Wir freuen uns sehr, seit März dieses Jahres ihre Entwicklung mit dem Portfolio als erweiterte Form des Sprachlerntagebuchs dokumentieren zu können. Die Senatsverwaltung hat uns als einer der ersten freien Träger dafür die Genehmigung erteilt. Was die Arbeit mit dem Portfolio für die Kinder, Eltern und pädagogischen Fachkräfte bedeutet, erfahren sie in dieser Kiezmotte. Als Teil einer Organschaft kooperieren wir mit Neues Wohnen im Kiez im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Über das Projekt »Sanierung Spielpilz« berichtet Malermeister Heiko Neumann. Ganz herzlich beglückwünschen wir die Kita Rheinsberger Straße, die zum dritten Mal in Folge als »Haus der kleinen Forscher« ausgezeichnet wurde. Einen schönen Sommer wünscht Ihnen

KARSTEN TAMM, GESCHÄFTSFÜHRER DER KINDER IM KIEZ GMBH


 

Erfolgreiche Evaluation

In der ersten Jahreshälfte durchliefen die Kitas Kiezspatzen und Rudower Straße erfolgreich die Externe Evaluation mit dem Evaluationssystem KiQu. »Sie hat gezeigt, dass in beiden Kitas sehr gute pädagogische Arbeit geleistet wird. In der Elternbefragung wurde deutlich, dass die Eltern dies auch anerkennen und sehen. Diese Wertschätzung von Eltern und unabhängiger Fachexpertise ist für die weitere Arbeit beider Teams enorm wertvoll«, erläutert Qualitätsbeauftragte Peggy Reisinger das Ergebnis. Die Kitas konnten auswählen, welche thematischen Schwerpunkte sie für die Team- bzw. Leitungsarbeit evaluieren lassen wollen. Dazu gehören die »Zusammenarbeit mit den Eltern«, »Übergänge gestalten« wie Eingewöhnung bzw. Wechsel in eine andere Kita oder in die Schule, »Beobachten und Dokumentieren«, »Spielen und Lernen« oder die Personal- und Dienstplanung. Grundsätzlich wird ein Basispaket mit dem Querschnitt durch alle Themenbereiche evaluiert. Die alle fünf Jahre stattfindende Externe Evaluation wird von den pädagogischen Fachkräften als eine Chance zur Weiterentwicklung gesehen. Fragen wie »Werden wir von Außen genauso wahrgenommen wie wir uns selber sehen? Wo haben wir besondere Stärken? Wo gibt es ungenutztes Potenzial?« können in diesem Prozess neben den inhaltlichen Themen bearbeitet und geklärt werden. 


 

Spielpilzreparatur dank Kooperation

Heiko Neumann ist Malermeister bei Neues Wohnen im Kiez und bildet Jugendliche im Rahmen der Jugendberufshilfe zum Maler und Lackierer aus. Als Unternehmen einer Organschaft besteht seit Jahren eine Kooperation mit Kinder im Kiez. Azubis aus dem ersten und dritten Lehrjahr sanierten den 54 Jahre alten Spielpilz in der Kita Karl-Vesper-Straße.

 

Herr Neumann, war die Sanierung des Spielpilzes eine besondere Herausforderung? Ja, denn normalerweise malern die Azubis die Räume der Kitas, um erste Berufserfahrungen zu sammeln. Als in der Kita Karl-Vesper-Straße die Fassade saniert wurde, fiel der Bereichsleitung der alte Spielpilz aus DDR-Zeiten auf und wir wurden gefragt, ob wir ihn renovieren könnten.

 

Was haben die Auszubildenden dabei gelernt? Am Anfang haben sie Gestaltungsentwürfe erstellt, der Kitaleitung vorgelegt und so den Umgang mit Kunden geübt. Jeder Arbeitsschritt wurde fotografisch dokumentiert. Da der Spielpilz aus dem gleichen Material wie Boote besteht, konnte ich ihnen erklären, wie man Glasfaser und Polyesterharz verarbeitet. Zudem musste noch eine Gelcoat Schicht aufgetragen werden. Auch Verklebe- und Spritztechniken haben sie kennengelernt.

 

Planen Sie ein weiteres trägerübergreifendes Projekt? Momentan streiche ich mit den Azubis Räume der Kita Phantasialand und anschließend sind Malerarbeiten in der Kita Lichtenzwerge geplant. Neben der Berufsschule, dem Stützunterricht und dem Werkstatt-Tag sind sie an zwei Tagen auf den Lehrbaustellen in den Kitas.


 

Die Welt entdecken

Als einer der ersten freien Träger hat Kinder im Kiez im März 2017 von der Berliner Senatsverwaltung die Genehmigung erhalten, die Entwicklung der Kinder mit dem Portfolio als erweiterte Form des Sprachlerntagebuchs zu dokumentieren. Mit Bereichsleiter Damir Steko sprachen wir darüber, welche Veränderungen und Verbesserungen sich daraus für unsere pädagogischen Fachkräfte, Eltern und Kinder ergeben.

 

Herr Steko, worin unterscheidet sich das Portfolio vom Sprachlerntagebuch? Seit 2006 gehört das Sprachlerntagebuch zum Alltag in den Berliner Kitas und begleitet jedes einzelne Kind während seiner gesamten Kitazeit. Mit der Erlaubnis für unser Portfolio haben wir nun erreicht, dass die wichtigsten Bestandteile des Sprachlerntagebuchs in eine umfassendere Dokumentation eingefügt werden, die es uns erlaubt, zusätzliche Lernprozesse mit Hilfe der Bildungs- und Lerngeschichten für jedes einzelne Kind zu dokumentieren. Dies ist dank der guten Zusammenarbeit mit der Senats-verwaltung gelungen, die uns beim Antragsverfahren begleitet und die Genehmigung für das Portfolio erteilt hat.

 

Was verbessert sich dadurch? Das Portfolio wird unserem Anspruch an eine umfassendere Dokumentation besser gerecht und macht deutlich, dass damit die ganzheitliche Entwicklung des Kindes dokumentiert werden kann. Dabei stellen wir sicher, dass alle Ziele und Einzelaspekte des Sprachlerntagebuchs in gleicher Weise erreicht werden.

 

Welche Ziele sind das? Dazu gehört, neben der Wahrnehmung und Dokumentation der sprachlichen Entwicklung und der Erhebung des Sprachstandes, auch eine dialogische Gesprächskultur. Das Portfolio beinhaltet die Einbeziehung der Sichtweise von Eltern, dient als Reflexionsgrundlage für die pädagogische Arbeit und kann auch als Instrument für Übergänge gut genutzt werden.

 

Wie können sich die Eltern einbringen? Alle Eltern sind dazu aufgerufen, das Portfolio zu Beginn der Kitazeit gemeinsam mit ihrem Kind zu gestalten. Wir haben Leitsätze entwickelt, an denen sich die Eltern orientieren können. Dazu gehört, dass das Kind gefragt wird, ob sich eine andere Person sein Portfolio ansehen kann. Es entscheidet gemeinsam mit der Fachkraft oder auch mit den Eltern, was an Fotos, gemalten Bildern und aufgeschriebenen Geschichten hinein kommt. Das Portfolio mit den Bildungs- und Lerngeschichten bietet somit auch den Eltern eine gute Grundlage für gemeinsame Gespräche mit ihrem Kind.

 

Was passiert mit dem Portfolio am Ende der
Kitazeit?
Da das Portfolio dem Kind gehört, nehmen die Eltern es mit, wenn das Kind die Kita verlässt oder wechselt. Mit ihrer Zustimmung kann es auch direkt an die Grundschule übermittelt werden, die auf diesem Weg einen individuellen und lebendigen Eindruck vom Kind bekommt.


 

Spielspaß im Baumhaus

Mitte Mai feierte die Kita Bärenkinder mit Kinder-
sekt und Brezeln die Einweihung ihres Baumhauses. Es verfügt über verschiedene Ebenen, die über zwei integrierte Leitern sowohl für die kleinen als auch großen Kinder erreichbar sind. Im ebenerdigen Baumhaus gibt es zudem eine Rückzugsmöglichkeit für die Kleinen. Finanziert wurde das Baumhaus aus Eigenmitteln und Elternspenden. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön an alle Eltern!


 

Verbesserte Arbeitsbedingungen

Die Geschäftsführung von Kinder im Kiez hat mit dem Betriebsrat die Arbeitsvertragsbedingungen aktualisiert. Was bedeutet das im Einzelnen?  Neue Mitarbeiter/-innen im pädagogischen Bereich werden unbefristet eingestellt. Ab 2018 erhalten alle Beschäftigten mindestens 30 Tage Jahresurlaub. Die Gehaltsstufen aller Mitarbeiter/-innen werden insgesamt angehoben und es wurde für die pädagogischen Fachkräfte eine weitere Entgeltstufe eingeführt. Für die Leitungskräfte wurde ein komplett neues Vergütungssystem erarbeitet. Weitere Informationen, wie sich die Gehälter und in welcher Höhe zusammensetzen, kann jeder Beschäftigte den neuen Arbeitsvertragsbedingungen entnehmen.


 

Glückwunsch zum Jubiläum

Kinder im Kiez sorgt in der frühkindlichen Förderung und Betreuung für beste Bildungschancen. Ohne unsere motivierten, qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre dies nicht möglich. Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihre langjährige Mitarbeit und Ihren unermüdlichen Einsatz in den letzten 40 Jahren: Carmen Enz (Heidekampweg), Cornelia Behrendt (Petitweg), Birgit Dorn (Ribbecker Straße); in den letzten 35 Jahren: Claudia Engel und Petra Bartel (Afrikanische Str.), Birgit Barta, Birgit Tschaepe, Karola Kraul (Ahrenshooper Straße), Sylvia Brandt (Französische Straße), Kerstin Gestalter (Rudower Straße); in den letzten 30 Jahren: Kerstin Kroggel (Ahrenshooper Straße), Katrin Eggers (BMELV), Bärbel Sens (Rheinsberger Straße), Doris Beyer (Ribbecker Straße), Sabrina Macuda (Rudower Straße); in den letzten 10 Jahren: Janet Koch (Erieseering)


 

Was uns gefällt: Medientipp

Zum dritten Mal in Folge wurde die Kita Rheinsberger Straße von der Industrie- und Handelskammer Berlin als »Haus der kleinen Forscher« ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch! Das Team unter der Leitung von Bärbel Sens geht neben vielen weiteren Angeboten zu den Themen Natur und Umwelt mit den Kindern regelmäßig in den Wald, um dessen Tiere und Pflanzen kennenzulernen. Die »Waldfibel« vermittelt den Kindern anschaulich Wissen in Form von Illustrationen und Steckbriefen. Die Aufgaben des Waldes werden erklärt und warum es so wichtig ist, ihn zu schützen. Auch das ebenfalls kostenlose Naturschutz-Magazin »Kinatschu« enthält kindgerecht aufbereitete Themen rund um die Natur und begleitet die kleinen Forscher mit den Heften durch die Jahreszeiten, den Wald, die Ferien und den Urlaub.

 

Die Waldfibel gibt es als App oder als PDF zum Download. Die Broschüre kann außerdem auf www.bmel.de/publikationen als Druckexemplar bestellt werden. Alle Kinatuschu-Hefte als PDF zum Download unter naturdetektive.de/natdet-kinatschu.html empfohlen vom Kita-Team Rheinsberger Straße


 

IMPRESSUM

Herausgeber: Kinder im Kiez GmbH, Geschäfts-
führer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin, www.kinder-im-kiez.de, Telefon: 030. 347476161, Redaktion und Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@kinder-im-kiez.de, Fotos: Lena Giovanazzi, Christoph Eckelt


 

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