Kindertagesstätten in Berlin

KIEZMOTTE

Newsletter der Kinder im Kiez GmbH vom 19.12.2017


 

Der Winter kann kommen

Wir stellen vor: Kita Kreuzgraben

Lernen als fortlaufender Prozess

Erziehermangel - was Kinder im Kiez dagegen tut

Was uns schmeckt

 


 

Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen und Freunde,

herzlich willkommen zur Jubiläumsausgabe der Kiezmotte! Kaum zu glauben, dass Sie dieser Newsletter schon zum 25. Mal über aktuelle Themen und Projekte aus unseren 20 Kitas informiert. Diesmal steht das Dauerthema Erziehermangel in Berlin im Mittelpunkt. Im Interview berichten wir darüber, was bei Kinder im Kiez für die Entlastung der Erzieher/-innen getan wird und bitten alle Eltern um Verständnis für die mitunter angespannte Personalsituation. Umso dankbarer sind wir für ihre Unterstützung bei der Gestaltung des Kita-Alltags. Welche beruflichen Entwicklungschancen wir unseren Mitarbeiter/-innen bieten, erfahren Sie von Susi Jost, Leiterin der Kita Kreuzgraben und von Lars Unbehaun, unserem neuen Qualitätsmanager. Und natürlich darf zur Adventszeit unser Rezepttipp zur Weihnachtsbäckerei nicht fehlen. In diesem Sinne eine schöne Weihnachtszeit und einen entspannten Jahresausklang wünscht Ihnen die Redaktion der Kiezmotte


 

Der Winter kann kommen!

Energetische Sanierung in 3 Kitas abgeschlossen. Unsere Kitas Kiezspatzen, Kinderträume und Ötztaler Straße sind in den vergangenen Monaten umfänglich saniert worden. Die Arbeiten an Dach, Fenstern und Fassade führen zu einem geringeren Energieverbrauch und besserem Raumklima für unsere Kinder. An allen Standorten sind noch Restarbeiten im Gang. Sie werden voraussichtlich 2018 abgeschlossen.


 

Unsere Kitas stellen sich vor, heute:

Kita Kreuzgraben

Seit September 2017 leitet Susi Jost die Kita Kreuzgraben in Pankow. Im Mai 2010 begann die 29-Jährige als Erzieherin in der Kita Sonnenkäfer ihre berufliche Karriere bei Kinder im Kiez. Motiviert sich fachlich weiterzuentwickeln, absolvierte Susi Jost eine Ausbildung zur Evaluatorin und begann parallel das berufsbegleitende Studium »Bildung und Erziehung im Kindesalter« an der Alice Salomon Hochschule. Erste Leitungserfahrung sammelte die sympathische Pankowerin, indem sie temporär die Leitung der Kita Sonnenkäfer als Vertretung übernahm. »Der Träger und das Kitateam haben mich bei meiner beruflichen Weiterentwicklung sehr unterstützt«. Nach dem Abschluss des Studiums im Frühjahr reizte Susi Jost die Herausforderung, dauerhaft Leitungsaufgaben zu übernehmen. Als die Leitungsstelle der Kita Kreuzgraben intern ausgeschrieben wurde, zögerte sie nicht und bewarb sich. Mit Erfolg, sodass sie im Herbst die ebenfalls erfolgreiche externe Evaluation begleiten konnte. Der Schwerpunkt lag auf dem Basispaket »Beobachten und Dokumentieren« und der pädagogischen Arbeit der Mitarbeiter/-innen mit dem Portfolio, das als erweiterte Dokumentationsform des Sprachlerntagebuchs positiv bewertet wurde. »Wir sind stolz darauf, dass Kinder im Kiez als erster Berliner Träger offiziell mit dem Portfolio arbeiten darf und die hohe fachliche Qualität durch die externe Evaluation anerkannt wurde«. Die Entwicklung des Portfolios war eine Herausforderung für das gesamte Team, das nun von allen in der täglichen Arbeit mit den Kindern umgesetzt, weiterentwickelt und gelebt wird.


 

Lernen als fortlaufender Prozess

Seit September 2017 ist Lars Unbehaun neuer Qualitätsmanager bei Kinder im Kiez. Der 30- Jährige kennt die pädagogische Praxis aus seiner Zeit als Erzieher und Kitaleiter.

 

Herr Unbehaun, welche Stationen haben Sie bei Kinder im Kiez durchlaufen?

2010 habe ich als Erzieher frisch aus der Ausbildung angefangen und nach meiner Weiterbildung als interner Evaluator andere Kitas kennengelernt. 2013 hat sich die Möglichkeit ergeben, in der Kita Kreuzgraben die Leitung zu übernehmen, was ich in den letzten vier Jahren sehr gerne gemacht habe. Als mir das Angebot gemacht wurde, auf die Stelle als Qualitätsmanager zu wechseln, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen. Das passte gut zusammen, weil ich seit 2016 berufsbegleitend »Management von Sozialeinrichtungen« studiere.

 

Warum gibt es ein Erklärvideo auf der Website von Kinder im Kiez?

In den letzten Jahren haben wir viel Neues auf die Beine gestellt, was nur durch die tolle Arbeit der Mitarbeiter/-innen in den Einrichtungen möglich war. Dieses Engagement gilt es nach außen zu transportieren, weshalb wir uns für das Erklärvideo entschieden haben, um wichtige pädagogische Prozesse und Qualitätsstandards allen Interessierten leicht zugänglich zu machen.

 

Wo liegen die Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit? Vor acht Jahren haben wir angefangen, die Bildungs- und Lerngeschichten zu entwickeln, die Kernbestandteil des Portfolios sind. Dieses Jahr haben wir die offizielle Genehmigung erhalten, um mit dem Portfolio als erweitere Dokumentationsform des Sprachlerntagebuchs zu arbeiten. In allen Häusern hat sich mit der Themen übergreifenden Bildungsarbeit der Blick aufs Kind verändert und auch die Haltung der Kollegen/-innen auf ihre eigene Arbeit. Im Mittelpunkt stehen die Individualität des Kindes und Lernen als fortlaufender Prozess.


 

Erziehermangel - Was Kinder im Kiez dagegen tut

Ein Interview mit Karsten Tamm, Geschäftsführer der Kinder im Kiez GmbH

 

Wie reagiert Kinder im Kiez auf den pädagogischen Fachkräftemangel?

Im Vergleich mit anderen Anbietern ist die Situation bei Kinder im Kiez zwar  weit weniger dramatisch, aber es trifft uns auch nicht unvorbereitet. Wir haben zusammen mit dem Betriebsrat attraktive Konditionen für unsere Fachkräfte geschaffen. Dabei geht es nicht nur um das Gehalt, sondern wir verbessern auch die Arbeitsbedingungen immer weiter. Wir modernisieren
die Standorte, schaffen angenehme Räume für die Arbeit mit den Kindern. Es gibt in allen Kitas für die Mitarbeiter/-innen Obstkörbe und monatlich das Angebot einer Massage. Es ist uns sehr wichtig, dass sich bei Kinder im Kiez alle wohlfühlen.

 

Warum können nicht mehr Erzieher eingestellt werden?

Wir würden ja gerne mehr Erzieher/-innen einstellen, stellen aber fest, dass es kaum noch welche auf dem Arbeitsmarkt gibt. Es gibt deutlich mehr offene Stellen als Bewerber/-innen. Gleichzeitig kann man bei gleicher Qualifikation in Brandenburg mehr verdienen. Da fällt die Entscheidung leider häufig gegen Berlin aus. Daran muss sich schleunigst etwas ändern. Aber das liegt nicht in der Hand der Kita-Träger, sondern hier ist der Senat gefragt, der die Finanzierung bestimmt.

 

Mit welchen Ideen wird versucht, die Erzieher/-innen im Kitaalltag zu entlasten?

Niemandem ist geholfen, wenn der ganze Druck auf den Mitarbeiter/-innen vor Ort lastet. Die Kollegen/-innen springen ein und helfen aus, wo und wie sie können. Das ist schon ganz große Klasse und zeigt ja auch, dass für sie die Arbeit mit den Kindern mehr ist als irgendein Job. Aber es gibt natürlich Grenzen der Belastbarkeit. Wir versuchen alles, um die Teams vor Ort zu entlasten. So stellen wir z.B. seit Sommer auch Sozialassistenten/-innen ein. Wir werben verstärkt um Quereinsteiger/-innen aus anderen Sozial- und Pflegeberufen, die relativ schnell als Erzieher/innen in der Kita anerkannt werden können und uns dann sofort helfen.

 

Wie können sich auch die Eltern einbringen?

Die meisten Eltern haben Verständnis für die Situation in ihrer Kita und helfen mit, wenn Feste oder Ausflüge anstehen, holen die Kinder auch mal früher ab und entlasten die Kollegen/-innen vor Ort damit schon. Was sonst an Hilfe sinnvoll ist, weiß am besten die Leiterin der Kita.

 

Wird sich die Situation zukünftig verbessern?

Wir rechnen nicht damit, dass der Arbeitsmarkt für Erzieher/-innen sich in Berlin schnell verändert. Die Absolventenzahlen der Fachschulen sind rückläufig. Die Zahl der Kita-Kinder soll aber weiter steigen. Ich glaube nicht, dass sich die Situation von alleine verbessert. Eine Lösung kann es nur zusammen mit anderen Trägern und dem Senat geben. Das sollte allen Beteiligten klar sein.


 

Was uns schmeckt:

Gefüllte  Plätzchen mit Johannisbeergelee

 

Zutaten

2 Eier

200 Gramm Butter (weich)

140 Gramm Zucker

1 Prise Salz

375 Gramm Dinkelmehl (Type 630)

1 TL Backpulver

1 EL Zimt (gemahlen), wahlweise Puderzucker

200 Gramm rotes Johannisbeergelee

 

Zubereitung

Ein Ei trennen und das Eiweiß beiseite stellen. Butter, 125 g Zucker, Ei, Eigelb und Salz mit den Quirlen des Handrührers cremig schlagen. Mehl und Backpulver darüber sieben und nach und nach mit einem Löffel vorsichtig unterziehen. Zum Schluss den Teig nur ganz kurz mit den Händen verkneten, teilen und zu 2
etwa 35 cm langen Rollen formen. Die Rollen fest in Frischhaltefolie wickeln und für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Rollen in
etwa 3 mm dicke Scheiben schneiden und die Plätzchen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Das Eiweiß mit einer Gabel verquirlen, die Plätzchen damit bestreichen und mit dem restlichen Zucker bestreuen. Die Plätzchen etwa 8 bis 10 Minuten auf der mittleren Schiene goldgelb backen.

Herausnehmen, sofort mit etwas gemahlenem Zimt bestäuben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Das Gelee durch ein feines Sieb streichen und die Unterseite der Hälfte der Plätzchen damit bestreichen. Mit je einem unbestrichenen Plätzchen zusammensetzen. Martina Wagner Bereichsleiterin Küche


 

IMPRESSUM

Herausgeber: Kinder im Kiez GmbH, Geschäfts-
führer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin, www.kinder-im-kiez.de, Telefon: 030. 347476161, Redaktion und Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@kinder-im-kiez.de, Fotos: Lena Giovanazzi


 

Kiezmotte Archiv

 


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