Kindertagesstätten in Berlin

Kiezmotte

Newsletter der Kinder im Kiez GmbH vom 18.12.2018


 

Meldungen

Wir stellen vor: Kita Lichtenzwerge

Neue Impulse und Fachwissen

Kinder sind die besten Lehrmeister

Medientipp

 


 

Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen und Freunde,

wieder geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende und wir begrüßen Sie herzlich zur letzten Kiezmotte in diesem Jahr. Wir möchten uns bedanken. Für die Geduld aller Beteiligten während der Bauarbeiten in der Kita Hubertusstraße bei laufendem Kitabetrieb, die nun abgeschlossen sind. Für das Vertrauen der Eltern, die ihre Kinder jeden Tag in unsere Kitas bringen. Und für das Engagement und pädagogische Fachwissen der Kolleginnen und Kollegen. Welche Rolle im Kitaalltag Angebote und Projekte spielen, erfahren Sie in dieser Kiezmotte und zeigt zudem ein Film auf unserer Website www.kinder-im-kiez.de. Lesen Sie auch ein Interview über die bereichernde Zusammenarbeit mit unseren Auszubildenden. Passend zur dunklen Winterzeit handelt unser Medientipp von der Angst vor der Dunkelheit. Ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2019 wünscht Ihnen Karsten Tamm, Geschäftsführer der Kinder im Kiez GmbH


 

Rundum saniert

Nach zwei Jahren sind die Bauarbeiten in der Kita
Hubertusstraße abgeschlossen. Während der Sanierung von Dach, Fenstern, Fassade und des Innenbereichs lief der Kitabetrieb weiter. Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiter/-innen, Kindern und Eltern für ihre Geduld während der Bauzeit!


 

Fit für hochwertige Ernährung

Die Küchenteams der Kitas Frankfurter Allee, Eriseering und Paul-Junius-Straße haben mit hervorragenden Ergebnissen am Zertifizierungsprozess der Deutschen Gesellschaft für Ernährung teilgenommen. Bis Juni 2020 ist das Fit-Kid Zertifikat für hochwertige Kita-Ernährung gültig. Herzlichen Glückwunsch!


 

Händewaschen nicht vergessen!

Winterzeit ist Erkältungszeit. Unser Tipp: Das Risiko, sich anzustecken, lässt sich nachweislich durch gründliches und regelmäßiges Händewaschen verringern. Denn die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Kommen Sie und Ihre Familie gesund durch die kalte Jahreszeit!


 

Kita Lichtenzwerge

Die Kita Lichtenzwerge gehört seit 2005 zu Kinder im Kiez und befindet sich in Lichtenberg in der Nähe des Tierparks Friedrichsfelde. Aktuell begleitet das Team unter der Leitung von Daniela Rzeha und Elke Günther 290 Kinder durch den Kitaalltag. Die Kleinsten bis drei Jahre sind in einem 2014 neu errichteten Anbau mit speziell ausgestatteten Gruppenräumen untergebracht. Der Clou: Die Fenster befinden sich in Kinderhöhe, damit sie beim Spielen oder Frühstücken in den großen Garten schauen können. Die Umgewöhnung vom Nestbereich ins Haupthaus wird behutsam monatelang vorbereitet. Dort stehen mehrere Funktionsräume für besondere Bedürfnisse und Aktivitäten zur Verfügung u. a. ein Sport- und ein Snoezelraum. In den teiloffenen Bereichen mit altersgemischten Gruppen ist jede pädagogische Fachkraft für alle Kinder ansprechbar. In der Kinderküche wird gemeinsam gekocht und gebacken und die älteren Kinder besuchen regelmäßig die benachbarte Bodo-Uhse-Bibliothek. Zur Pflege von Kontakten mit Einrichtungen im näheren Umfeld gehört die langjährige Kooperation mit einer benachbarten Gartenanlage. Im Sommer zur Erntezeit helfen die Kinder beim Pflücken des reifen Obstes. So haben sie gelernt, dass auch Äpfel oder Birnen mit ein paar braunen Stellen essbar und lecker sind. Umgekehrt unterstützen Inhaber der Gärten beim Anlegen und Bepflanzen der kitaeigenen Hochbeete mit Blumen, Gemüse und Kräutern. Beim Generationenprojekt kommt auch das Feiern nicht zu kurz. Für den Flohmarkt in der Gartenanlage gestalten die Kinder mit Begeisterung das Plakat oder sie führen bei Geburtstagen ein kleines Programm auf.


 

Neue Impulse und Fachwissen

Carla Basile de Reimann hat mit Unterstützung von Kinder im Kiez eine Fortbildung zur Mentorin absolviert. Seit sieben Jahren unterstützt die Erzieherin in der Kita Kiezspatzen Auszubildende bei der Entwicklung ihrer fachlichen und psychologischen Kompetenzen.

 

Frau Basile de Reimann, welche Aufgaben haben Sie als Mentorin? Ich unterstütze die Azubis beim Schreiben von Berichten und Plänen im Rahmen der dreieinhaljährigen Ausbildung und wie sie die gelernte Theorie im Kitaalltag umsetzen können. Zum Beispiel, wie sie mehr Feinfühligkeit im Umgang mit den Kindern entwickeln und den Überblick über die Gruppe behalten können. Oder wie wichtig es ist, im Austausch mit den Eltern unsere pädagogische Arbeitsweise zu erklären und zu begründen.

 

Wie viele Auszubildende begleiten Sie? Mit zwei Azubis bespreche und analysiere ich in regelmäßigen Reflexionsgesprächen ihre Erfahrungen. Ganz wichtig
ist dabei der Austausch über ihre Gefühle, die bestimmte Situationen bei ihnen auslösen. Nur so können sie Professionalität entwickeln, indem sie ihre Emo-tionen unter Kontrolle halten und die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt stellen.

 

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit als Mentorin? Ich finde es sehr wertvoll, mit den Azubis unsere Arbeit zu reflektieren und sich die eigene Haltung im Umgang mit den Kindern immer wieder bewusst zu machen. Sie stellen Dinge infrage und bringen neues Fachwissen ein, wodurch ich und meine Kolleginnen neue Impulse und Erkenntnisse von außen erhalten. Wir lernen voneinander. Es ist ein Geben und Nehmen, was für das ganze Team eine schöne Bereicherung ist.


 

Kinder sind die besten Lehrmeister

Welche Rolle spielen Angebote und Projekte im Kitaalltag? Und worin unterscheiden sie sich? Erzieherin Heike Gabriel und Leiterin Elke Günther aus der Kita Lichtenzwerge berichten aus der pädagogischen Praxis.

 

Hallo Frau Gabriel und Frau Günther, bitte erklären Sie uns den Unterschied zwischen einem Angebot und einem Projekt. Heike Gabriel: Ein Angebot ist eine spontane Reaktion auf die Interessen der Kinder und greift auf, was sie von zu Hause mitbringen oder was sie gerade erlebt haben. Ein Projekt entsteht durch die Beobachtung, was die Kinder interessiert wie der Garten oder die Jahreszeiten. Das Angebot wechselt jeden Tag und an einem Projekt arbeiten wir über einen längeren Zeitraum.

 

Elke Günther: Ein Angebot ist auch die Erzieher/in oder das Material wie Stifte, Papier oder Schere. Die Kinder entscheiden, was sie daraus machen. Zum Beispiel Bilder, die sie malen und die einfließen in die Bildungs- und Lerngeschichten. Wir arbeiten mit dem »situationsorientierten Ansatz«, indem wir Beobachtungen und Erlebnisse der Kinder oder besondere Ereignisse direkt in Projektangebote einbinden.

 

Wie lange dauern die Projekte? Heike Gabriel: Das können wir im Vorfeld nicht absehen, ob ein Projekt nach vier Wochen oder nach einem Vierteljahr zu Ende ist. Das hängt davon ab, wie lange die Kinder mit Interesse dranbleiben und wie viele Ideen sie haben. Wir hatten mal ein Projekt zum Thema »Amselnest«, das abrupt endete, weil an einem Morgen die Eier weg waren. Wir haben dann mit den Kindern überlegt, was passiert sein könnte und haben das Projekt so ausklingen lassen.

 

Wer bestimmt die Themen? Elke Günther: Die Themen werden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. In einer Gruppe können Projekte auch zeitgleich laufen, da die Kinder ganz unterschiedliche Interessen haben. Sie haben auch die Möglichkeit, zwischen den Projekten zu wechseln. Dadurch lernen sie spielerisch und üben, sich selbstständig mit Dingen zu befassen. Jedes Projektthema wird dokumentiert. Die Ordner werden das ganze Kitajahr über aufbewahrt, sodass auch Kinder, die nicht dabei gewesen sind, noch einmal etwas aufgreifen können. Auch die Eltern können sich so informieren, was für ein Projekt läuft.

 

Welche Interessen bringen die Kleinsten ein? Elke Günther: Man sollte die Null- bis Dreijährigen nicht unterschätzen! Es ist erstaunlich, was Krippenkinder schon alles wissen. Darüber erzählen sie beim Frühstück oder in der Morgenrunde und daraus entstehen dann Projekte. Zum Beispiel haben sie sich im Sommer mit allem beschäftigt, was umherfliegt wie Bienen oder Hummeln. Die Altersmischung im Nestbereich wirkt sich ebenso günstig aus wie bei den größeren Kindern: Die Jüngeren schauen sich von den Älteren viel ab und entwickeln sich dadurch weiter. Kinder sind einander die besten Lehrmeister.


 

Medientipp

Angst vor der Dunkelheit kennt jedes Kind. Auch der kleine Junge Leo im Bilderbuch »Dunkel« fürchtet sich, als ihn plötzlich das Dunkel in seinem Zimmer besucht. Es spricht sogar: Weiß auf Schwarz und lädt Leo ein, mit ihm in den Keller zu kommen. Der Junge zögert, bis er merkt, dass das Dunkel richtig nett ist. Es schenkt ihm sogar eine Glühbirne! Und je mehr er es kennenlernt, desto mehr schwindet auch Leos Angst. Passend zum Thema sind die Innenseiten des Buchdeckels komplett in Schwarz gehalten. Erst am äußersten rechten Bildrand taucht Leo auf, der eine Taschenlampe in der Hand hält. Dessen Lichtkegel leitet als helle Bildfläche von einer Seite auf die nächste, wo die berührende Geschichte in Text und Bild erzählt wird. Am Ende des Buches sitzt Leo unbekümmert im Lichtschein der untergehenden Sonne. Er hat seine Angst überwunden. Das Bilderbuch animiert Kinder ab vier Jahren, über ihre eigenen Ängste zu sprechen. Und zu begreifen, dass sie überwindbar und untrennbar mit dem Leben verbunden sind, ebenso wie Dunkelheit und Helligkeit nur gemeinsam existieren.

 

Lemony Snicket und Jon Klassen: »Dunkel«, NordSüd Verlag, ab 4 Jahre, empfohlen von Christoph Ziegler, Öffentlichkeitsarbeit


 

Impressum

Herausgeber: Kinder im Kiez GmbH, Geschäftsführer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin, www.kinder-im-kiez.de, Telefon: 030. 347476161, Redaktion und Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@kinder-im-kiez.de, Fotos: Lena Giovanazzi


Kiezmotte Archiv


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