Kindertagesstätten in Berlin

 

Kiezmotte

Newsletter der Kinder im Kiez GmbH vom 20.12.2016


 

AKTUELLE MELDUNGEN

Herzlichen Dank für die Unterstützung

Glückwunsch zum Jubiläum


Kinder im Kiez stellt vor

Kita Französische Straße

Sprache prägt die Bildungslaufbahn

Pädagogische Haltung ist ein Entwicklungsprozess

Was uns gefällt: Medientipp
 


 

Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen und Freunde,

ein turbulentes Jahr liegt hinter uns, umso mehr freuen wir uns mit Ihnen auf die ruhige Weihnachtszeit. Das neue Jahr beginnt für die größeren Kinder unserer Kitas mit der Vorfreude auf die Schule, auf die sie unsere Kitateams in den kommenden Monaten behutsam vorbereiten werden. Welche Rolle die Sprache beim Übergang von der Kita in die Schule spielt, lesen Sie in dieser Kiezmotte. Der Umgang mit Kindern wird geprägt von unseren eigenen persönlichen Erfahrungen, die sich in verschiedenen Haltungen zu Menschen, Dingen und Situationen ausdrücken. Bei Kinder im Kiez legen wir Wert auf die Entwicklung einer pädagogischen Haltung. Was dies bedeutet, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr wünscht Ihnen

KARSTEN TAMM, GESCHÄFTSFÜHRER DER KINDER IM KIEZ GMBH

 


 

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Seit diesem Sommer finden Käfer, Ameisen & Co. Unterschlupf im Insektenhotel der Kita Karl-Vesper-Straße. Als Dank für die tolle Arbeit des Teams von Kitaleiterin Petra Lüdicke spendeten Eltern zum Abschied der Kitazeit ihrer Kinder das hölzerne Häuschen für den Garten. Aus alt wird neu: Die Spende ermöglicht ebenfalls die Sanierung des 54 Jahre (!) alten Spielpilzes zum Verstecken und Draufklettern.

 

Die stolze Summe von mehr als 2000 Euro brachte
die Papiersammelaktion der Elternschaft der Kita Ribbecker Straße. Von dem Erlös wurde ein kleiner Bauwagen für den Garten und zwei Aufbewahrungskisten für Sandspielzeug angeschafft.

 

Auch die Kita Rudower Straße freut sich über ein neues Angebot für ihre Kinder. Auf dem Spendenkonto war genügend Geld aus Kinderfesten und Weihnachtsbasaren zusammen gekommen, um davon eine Kinderwerkstatt anzuschaffen. Mit tatkräftiger Unterstützung des Hausmeisters wurde die Werkbank mit Platz für Sägen, Hammer und Nägel im Garten installiert. Unter Aufsicht können die Kinder wie richtige Handwerker hantieren, sägen, feilen und schleifen.

 



Glückwunsch zum Jubiläum

Kinder im Kiez sorgt in der frühkindlichen Förderung und Betreuung für beste Bildungschancen. Ohne unsere motivierten, qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre dies nicht möglich. Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihre langjährige Mitarbeit und Ihren
unermüdlichen Einsatz in den letzten 45 Jahren:
Gabriele Sprung, Petitweg, Christina Wünsch, Ribbecker Straße, in den letzten 40 Jahren: Anette Lauck, Afrikanische Straße, Heike Jürgens, Heidekampweg, Kerstin Witowski, Paul-Junius-Straße, in den letzten 35 Jahren: Sabine Zielske, Erieseering, Birgit Simon, Heidekampweg, Heike Langner, Ötztaler Straße, Elke Günther, Ribbecker Straße, Sybille Kybart, Ribbecker Straße, Susanne Quäker, Rudower Straße, Christiane Eltan, Seestraße, in den letzten 30 Jahren: Monika Krömer, Afrikanische Straße, Petra Koglin, Afrikanische Straße, Solveig Wolter, Cunistraße, Marion Schmidt, Kreuzgraben, Sylvia Sprengler, Ötztaler Straße, in den letzten 10 Jahren: Anett Paepke, Cunistraße, Ines Fikus, Französische Straße, Heidelies ­Passehl, Französische Straße, Bodo Rzeha, Französische Straße, Dagmar Krämer, Geschäftsstelle, Katja Nerlich, Ötztaler Straße und Julia Dathe, ­Ribbecker Straße.

 


 

Unsere Kitas stellen sich vor, heute:

 

Kita Französische Straße

Zentraler geht es in Berlin kaum, mitten in der Stadt an der Ecke Französische Straße/Friedrichstraße liegt unsere Kita Französische Straße. In direkter Nachbarschaft zu Ministerien, Hotels, Banken und den Geschäften der Friedrichstraße ist sie eine echte Kiez-Kita. Offen für alle Kinder, die in der Nähe wohnen, und offen für Kinder, deren Eltern in der Nähe arbeiten. Im Haus gibt es Platz für mehr als 180 Kinder zwischen acht Wochen und sechs Jahren, denen wir hier bestmögliche pädagogische Voraussetzungen für die ersten Lebensjahre bieten wollen. Besonderen Wert legen wir in unserer Kita auf gesunde Ernährung. Alle Mahlzeiten werden frisch zubereitet und entsprechen den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Als eine von wenigen Berliner Kitas haben wir das Fit-Kid Zertifikat für gesunde Ernährung erhalten.
Seit Oktober 2016 ist unsere Kita auch als »Haus der kleinen Forscher« anerkannt. Wir berücksichtigen in unserer pädagogischen Arbeit besonders mathematische, technische und naturwissenschaftliche Themen aus dem Alltag der Kinder. Ausgehend vom situationsorientierten Ansatz nimmt ein qualifiziertes Team von Fachpädagogen die Themen der Kinder auf und setzt sie in gemeinsamen Projekten um. Das Spiel steht bei dieser Arbeit immer im Mittelpunkt. Die Kinder erfahren selbsttätiges Lernen und Handeln entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Fürs Toben und Spielen gibt es im Hof der Kita einen großen Garten mit vielen Bäumen und Spielgeräten, eine Spieloase mitten in der City.
Die zentrale Lage der Kita macht es möglich, dass Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie die Museums­insel, Ziel für spannende Ausflüge in Museen oder den Tiergarten sind. Lange Öffnungszeiten, flexible Bring- und Abholzeiten werden von vielen Eltern gerne genutzt und selbst im Sommer gibt es keine Schließzeit.

Katrin Stöckel, Kitaleitung

 


 

Sprache prägt die Bildungslaufbahn

Dr. Torsten Andreas schlägt die Brücke zwischen sprachwissenschaftlicher Forschung und den praktischen Erfordernissen in Kita und Schule. Seit beinahe zehn Jahren ist der Sprachwissenschaftler als externer Dozent im Fortbildungsbereich für Kinder im Kiez tätig.

 

Was ist beim Übergang von der Kita zur Schule zu beachten? Das letzte Kitajahr ist in Bezug auf emotionale Sicherheit, soziales Lernen und Spracherwerb besonders wichtig. Die Kinder sind mit­unter emotional sehr bewegt, da sie wissen, dass sich bald durch den Beginn der Schulzeit in ihrem Leben etwas verändern wird. Um ihnen den Übergang zu erleichtern, ist ein enger Kontakt zwischen Kita und Schule beispielsweise durch wechselseitige Besuche sinnvoll. Auch gemeinsame Lernprojekte fördern die Freude auf das Neue.

 

Welche Rolle spielt dabei die Sprache?  Sprachliche Fähigkeiten prägen die gesamte Bildungslaufbahn. Insbesondere als Vorbereitung auf den Schriftspracherwerb ist es u. a. wichtig, die Melodie und die Bedeutung von Lauten und Worten durch unterschiedliche sinnliche Eindrücke wie Lautieren, Klatschen oder Tanzen für die Kinder erfahrbar und dadurch begreiflich zu machen. Sprachförderung sollte dabei die individuelle Lebenssituation der Kinder berücksichtigen und sie durch differenzierten Input unterstützen. Besonders dann, wenn ein Kind Deutsch als Zweitsprache erlernt und nur in der Kita Deutsch spricht. Denn je mehr sprachliches Wissen es mitbringt, je größer sein Wortschatz ist, desto besser ist das Kind auf die sprachlichen, inhaltlichen und sozialen Anforderungen in der Schule vorbereitet. Mit mehr sprachlichem Wissen können schulische Inhalte auch besser in die eigene Lebens- und Erfahrungswelt integriert werden.


Wie können Erzieher und Eltern die Kinder unterstützen? Indem sie selbst Vorbild sind, das Interesse der Kinder aufnehmen und mit ihnen zusammen z. B. Bücher vorlesen und Bilder oder Fotos anschauen. Dadurch kommen sie ins Gespräch und die Fantasie der Kinder beim Geschichtenerzählen wird angeregt. Eltern können auch aufschreiben, was ihr Kind ­erzählt. Dabei sollten sie möglichst neugierig bleiben. Denn selbst bei der zehnten Nacherzählung erfinden Kinder immer wieder neue ­Varianten der­selben ­Geschichte. Diese Wertschätzung erfüllt Kinder oft mit Stolz, wirkt sehr motivierend und inspiriert sie im besten Fall zu immer neuen sprachlichen Handlungen. Viele Kinder probieren spielerisch schon vor dem Schulbeginn das Lesen oder Schreiben aus, dies sollte positiv gewürdigt werden, ohne es bei weniger interessierten Kindern mit Druck zu forcieren.

 


 

Pädagogische Haltung ist ein Entwicklungsprozess

Seit Herbst 2013 beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe bei Kinder im Kiez mit dem Thema professionelle pädagogische Haltung. Wie entsteht sie und was zeichnet sie aus? Darüber sprachen wir mit Kitaleiterin Franziska Huke aus der Kita Phantasialand.

 

Haltung – was bedeutet das in Zusammenarbeit mit Kindern? Eine Haltung hat jeder. Haltungen sind innere Einstellungen und Verhaltensmuster, die man durch Erfahrungen in seinem Leben entwickelt hat. Diese gleicht man täglich mit seinen Herausforderungen und seinem Gegenüber ab. Man kann sehr offen für Neues sein und damit vielleicht sehr positiv und tolerant anderen Dingen und Personen gegenübertreten oder man ist sehr vorsichtig und pflicht­bewusst, aber auch skeptisch in seinem Verhalten. In der Zusammenarbeit mit Kindern stellen wir uns als Pädagoginnen folgende Fragen: Welche Haltung hat jede für sich? Welche Haltung hat das Team und ist diese Haltung in pädagogischer Hinsicht ähnlich? Und wenn diese gemeinsame Haltung existiert, entspricht sie dann noch den aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen? Bezogen auf die Kinder bedeutet das, dass wir mit unseren Haltungen die Haltung von Kindern beeinflussen, da unsere Reaktionen auf ihr Handeln in die Erfahrungen der Kinder übergehen.


Was zeichnet eine professionelle pädagogische Haltung aus? Zusammenfassend kann man sagen, dass die Fähigkeit und Möglichkeit zur Selbstre­flexion und die Bereitschaft zur Biografiearbeit plus dem Abgleich mit dem aktuellen Fachwissen zu entwicklungspsychologischen Grundlagen, Kommunikationskonzepten und dem Wissen über die tatsächliche ­Lebenswelt des Kindes die professionelle pädagogische Haltung entwickelt.

 

Wie fördern Sie dafür wichtige Kompetenzen wie Selbstreflexion und Lernfreude? Wenn Sie mich so fragen, werde ich die Antwort auf mein Team bezogen geben. Ich bin mir aber sicher, dass diese Antwort auch absolut übertragbar ist - von den pädagogischen Fachkräften aus auf die Kinder. Wir als Leitungsteam schätzen uns selbst als sehr selbstreflektiert ein. Wir machen unsere Arbeit gern mit viel Spaß und erhalten Bestätigung in privater als auch in beruflicher Hinsicht. Das sind unsere Grundvoraussetzungen. Diese können wir für unsere Kolleginnen nur bedingt aktiv beeinflussen. Wir versuchen also für sie Vorbild und Ansprechpartner zu sein, ihnen zuzuhören, dabei tolerant zu sein und Verständnis zu haben und ihnen damit den Rücken zu stärken. Die Methoden der Selbstreflexion macht das Thema für die Kolleginnen greifbarer. In Fortbildungen betten wir diese nicht losgelöst, sondern in der Auseinandersetzung mit den alltäglichen Situationen hier, in der Kita ein.

 

Wie wird die pädagogische Haltung im Kita-Alltag konkret umgesetzt? Eine Haltung kann man nicht umsetzen. Man kann Haltungen haben und entwickeln, dann wird man diese in der Umsetzung aller Abläufe in der Kita spüren. Wie oben bereits beschrieben, ist jede individuelle oder professionelle Haltung anhand der vielen Entscheidungen zu spüren, die die pädagogischen Fachkräfte täglich treffen müssen – immer mit dem Abgleich der dazugehörenden aktuellen Rahmenbedingungen, die sie vorfinden. Dies ist unsere tägliche Herausforderung.

 


 

Was uns gefällt: Medientipp

Wie beruhigend, dass auch Hexen mit magischen Fähigkeiten zu Weihnachten im Chaos versinken! Lisbet, die kleine Hexe weiß nicht, was sie zuerst machen soll. Den Weihnachtsbaum schmücken? Oder doch lieber Plätzchen backen? Als sie dann auch noch auf die kleine Trixi aufpassen soll, läuft alles schief. Das kleine Hexenkind muss ausgerechnet jetzt ihre ersten Flugversuchen auf dem Besen starten und schmeißt prompt die Kiste mit dem Weihnachtsschmuck um. Zum Glück kommen helfende Hände vorbei: die Bärenhexen und die Geierhexen. Und so kann doch noch in Ruhe Weihnachten gefeiert werden. Dieses lustige Bilderbuch von Lieve Beaten ist die Weihnachtsgeschichte aus einer ganzen Reihe rund um die ­kleine Hexe. Es ist mit ruhigen Bildern in zarten Farben ­illustriert. Viele liebevolle Details laden zum genauen Hinschauen und Entdecken ein. Wie der Weihnachtsschmuck am Baum, der aus Spinnen, Keksen, Glöckchen und einem Lichtzauber besteht. Der Text beschreibt in einfachen Sätzen die Handlung, sodass dieses robuste Bilderbuch aus Pappe auch für kleine Kinder geeignet ist.

»Die kleine Hexe feiert Weihnachten« von Lieve Beaten, Oetinger Verlag, für Kinder ab 3 Jahren, empfohlen von

Anja Karrasch, Redakteurin der Kiezmotte

 


 

Impressum

Herausgeber: Kinder im Kiez GmbH, Geschäfts-
führer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin, www.kinder-im-kiez.de, Telefon: 030. 347476161, Redaktion und Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@kinder-im-kiez.de, Fotos: Christoph Eckelt, Lena Giovanazzi, Gestaltung: bildmitte.de, Druck: Druckerei Lippert, Berlin Dezember 2016

 


 

Kiezmotte Archiv

 

 


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