Kindertagesstätten in Berlin

Kiezmotte

Newsletter der Kinder im Kiez GmbH vom 27.03.2018


 

Alles Gute, Doris!

Wir stellen vor: Kita Zauberstein

Erreichtes erkennen und wertschätzen

Im Fokus steht, wie die Kinder lernen

Basteltipp: Knete herstellen

 


 

Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen und Freunde,

mit der aktuellen Kiezmotte begrüßen wir mit Ihnen den Frühling! Wir starten frisch in die blühende Jahreszeit. Auch die Restarbeiten der energetischen Sanierung unserer Kitas Kiezspatzen, Kinderträume und Sonnenkäfer sind nun abgeschlossen und wir möchten uns bei allen Kindern, Mitarbeiter/-innen und Eltern für ihre Geduld und das Verständnis bei etwaigen Störungen während der Bauarbeiten bedanken. Für die Kinder war es spannend zu beobachten, wie gehämmert und gebaut wurde. Diese Erlebnisse finden sich in manchen Bildungs- und Lerngeschichten wieder, mit denen Kinder im Kiez als Beobachtungsverfahren seit fünf Jahren arbeitet. Was das konkret im Kita-Alltag bedeutet, erfahren Sie von Yaël Neumann, stellvertretende Leiterin der Kita Phantasialand. Osterzeit ist Bastelzeit: Lassen Sie sich diesmal vom Basteltipp aus der Kita Rheinsberger Straße inspirieren. Eine sonnige und frohe Osterzeit wünscht Ihnen Karsten Tamm, Geschäftsführer der Kinder im Kiez GmbH


 

Alles Gute, Doris!

Doris Röhrich hat im Februar ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten. Sie war für Kinder im Kiez seit der Gründung der Gesellschaft in der Verwaltung tätig. Dem wachsenden Unternehmen hat sie über die Jahre die Treue gehalten. Danke Doris!


 

Wir stellen vor:

Kita Zauberstein

Mit der Kita Zauberstein in Pankow startete Kinder im Kiez vor 14 Jahren als freier Träger. Seitdem begleitet das Kita-Team bis zu 110 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt beim Lernen, Spielen und Arbeiten. Die Besonderheit der Kita Zauberstein besteht in der Altersmischung in allen Gruppen vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Unterstützt in der täglichen Arbeit wird Kitaleiterin Andrea Sommer seit Dezember 2017 von der stellvertretenden Leiterin Melanie Wenderoth. Die 35-Jährige ist ausgebildete Erzieherin, studierte Sozialpädagogin und bringt bereits Leitungserfahrung in ihre Tätigkeit mit ein. Zunächst lernte sie die Kita Zauberstein aus einer anderen Perspektive kennen. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder suchte Melanie Wenderoth eine Kita in Wohnortnähe und wurde in der Cunistraße fündig. Ihr gefiel die herzliche Atmosphäre, und als sie von einer freien Erzieher-Stelle erfuhr, war für sie schnell klar: »Hier möchte ich arbeiten«. Innerhalb von zwei Jahren konnte sich Melanie Wenderoth von der Erzieherin zur stellvertretenden Kitaleiterin entwickeln. Bei Fragen schätzt sie, die auch als Facherzieherin für Integration im Team mitarbeitet, den unkomplizierten Austausch mit den Kollegen/-innen. Die täglichen Leitungsaufgaben wie Gespräche mit den Eltern, Dienstpläne erstellen, den Postverkehr im Blick behalten, E-Mail-Kontakte pflegen oder das Kassenbuch führen teilt das Leitungsteam flexibel untereinander auf. »Jede macht das, wozu sie gerade Zeit hat«. Und welches große Thema steht momentan auf der Agenda? »Dieses Jahr wollen wir uns intensiv mit unserem Konzept auseinandersetzen. Dafür nehmen wir uns Ende April eine ganze Fortbildungswoche Zeit«.


 

Erreichtes erkennen und wertschätzen

Für Kinder im Kiez bringt Franziska Huke ihre umfassenden Erfahrungen und Kompetenzen als Kitaleiterin der Kita Phantasialand und als interne Evaluatorin in die tägliche Arbeit ein.

 

Frau Huke, was hat Sie für die Weiterbildung zur internen Evaluatorin motiviert?

Meine Motivation die Ausbildung zur internen Evaluatorin (nach KiQu) vor cirka sechs Jahren zu absolvieren, war der Wunsch, mich selbst weiterzuentwickeln und dabei auch über den »Tellerrand« der eigenen Kita und auch des Kita-Trägers hinaus blicken zu wollen. Das heißt, andere Teams, Einrichtungen oder Träger wie z.B. Orte für Kinder kennenzulernen und mit den pädagogischen Fachkräften zu arbeiten, sich auszutauschen sowie Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, die meinen eigenen Horizont erweitern und von denen dann wiederum die Teams ggf. auch profitieren können.

 

Wie läuft eine Interne Evaluation ab?

Zu den ein bis zweimal jährlich stattfindenden Internen Evaluationen treffen sich die pädagogischen Fachkräfte und deren Leiter/-in an einem Schließtag der Einrichtung, um gemeinsam das vorab besprochene und ausgewählte pädagogische Themenpaket (in diesem Fall nach KiQu) zu evaluieren. Diesen Prozess begleitet ein/e dafür ausgebildete Evaluator/-in. Dabei werden die Fragen individuell – von jeder pädagogischen Fachkraft – in einer Selbsteinschätzung beantwortet. Diese Erkenntnisse werden nachfolgend gemeinsam im Team reflektiert und bewertet.

 

Wie fließen die neuen Erkenntnisse in die praktische Arbeit ein?

Im Anschluss werden zu den selbst eingeschätzten Verbesserungsmöglichkeiten Maßnahmen durch das Team entwickelt, die in einem selbst gewählten und realistischen Zeitraum umgesetzt werden sollen. Das Ziel dabei ist es, Erreichtes zu erkennen und wertschätzend darzustellen, über eigene Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken und qualitätsfördernde Prozesse anzustoßen.


 

Im Fokus steht, wie die Kinder lernen

Seit 2013 arbeitet Kinder im Kiez mit dem Beobachtungsverfahren der »Bildungs- und Lerngeschichten«. Was das konkret für Kinder, Erzieher/-innen und Eltern bedeutet, berichtet Yaël Neumann, stellvertretende Kitaleiterin der Kita Phantasialand und Dozentin der internen Weiterbildung zum Thema »Bildungs- und Lerngeschichten«.

 

Frau Neumann, worum geht es bei den Bildungs- und Lerngeschichten?

Grundlegend ist es ein Beobachtungs- und Dokumentationssystem. Es unterscheidet sich von vielen anderen Systemen durch seine sehr individuelle Art und einen ressourcenorientierten Blick auf das Kind selbst und seine Entwicklung. Lerngeschichten entstehen bzw. bestehen immer aus drei Punkten. Am Anfang steht das Wahrnehmen durch den Pädagogen, dann folgen das Erkennen und der Abgleich mit Kollegen über das Wahrgenommene und die vermeintlichen Erkenntnisse. Den Abschluss bildet die Reaktion des Pädagogen. All diese Schritte werden in einer Bildungs- und Lerngeschichte verschriftlicht.

 

Wie werden die Bildungs- und Lerngeschichten im Kita-Alltag konkret umgesetzt?

So individuell wie das System, ist auch die Umsetzung. Es gibt klare Vorgaben vom Träger zu bestimmten Punkten, wie z.B. die Anzahl an Lerngeschichten in einem Kitajahr oder dass die Lerngeschichten im Portfolio ihren Platz finden. Darüber hinaus gibt es in den Kitas unterschiedliche »konkrete« Umsetzungen. Genau hier liegt eine große Stärke des Systems, nicht jede Regelung ist für jede Kita, für jede Altersgruppe und jeden Pädagogen geeignet.

 

Seit März 2017 arbeitet Kinder im Kiez mit dem Portfolio als erweiterte Form des Sprachlerntagebuchs. Welche Rolle spielen dabei die Bildungs- und Lerngeschichten?

Sie bilden einen zentralen Punkt, um die Entwicklung bzw. das Lernen des einzelnen Kindes zu dokumentieren. Anhand der fünf Lerndispositionen wird aufgezeigt, welche Lernstrategien das einzelne Kind für sich entwickelt bzw. weiterentwickelt. Dabei zeigen sich die verschiedenen Temperamente oder auch Charaktereigenschaften jedes Kindes. Dies dient den Pädagogen dazu, die pädagogische Arbeit an den Bedarfen der Kinder auszurichten. Zusammen mit anderen Dokumenten im Portfolio entsteht eine mehrschichtige und umfassende »Entwicklungsgeschichte«.

 

Wie hat sich aus Ihrer Sicht die pädagogische Arbeit durch die Bildungs- und Lerngeschichten verbessert bzw. verändert?

Das System hinterfragt die eigene Haltung zum Lernen. Es setzt voraus, dass die Pädagogen den Kindern aufmerksam, achtsam, wertschätzend und offen begegnen. Es wird nicht gelenkt oder angeleitet, sondern begleitet und dokumentiert, wie Kinder lernen. Der Fokus hat sich verlagert, es geht nicht länger ausschließlich darum was die Kinder lernen, sondern vor allem wie sie lernen. Dieser Punkt ist für unsere Kinder, die in einer Gesellschaft bzw. Zeit groß werden, in denen sich die Anforderungen ständig verändern, enorm wichtig.


 

Basteltipp:

Knete herstellen

In der Kita Rheinsberger Straße gehören als »Haus der Kleinen Forscher« Experimente zum Kitaalltag dazu. Aus einfachen Zutaten lässt sich Knete fix selbst herstellen. Die Kinder lernen beim Herstellungsprozess den Umgang mit verschiedenen Materialien und anschließend ist die Masse sofort formbar. Der Clou: Die Knete kann mit Lebensmittelfarbe bunt eingefärbt werden.

 

So wird’s gemacht:

400g Mehl

200g Salz

2 Eßlöffel Zitronensäure

500ml kochendes Wasser

3 Eßlöffel Öl

Lebensmittelfarbe nach Wunsch

 

Alles in eine Schüssel geben und mit Handschuhen arbeiten! Luftdicht verpackt hält die Knete ca. ein halbes Jahr. Viel Spaß wünscht das Team der Kita Rheinsbergerstraße


 

IMPRESSUM

Herausgeber: Kinder im Kiez GmbH, Geschäftsführer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstr. 23, 10245 Berlin, www.kinder-im-kiez.de, Telefon: 030. 347476161, Redaktion und Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@kinder-im-kiez.de, Fotos: Lena Giovanazzi, Christian Volkamer (Doris)


 

Kiezmotte Archiv

 

 

 


 

Wir setzen Cookies auf dieser Website ein, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Nutzung der Website ermöglichen.
Wir setzen Cookies auf dieser Website ein, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Nutzung der Website ermöglichen.